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Fonds für Schwedenstift

Im Bild (v.l.n.r.): Heimleiterin Ulrike Götterer, Ursula Leobacher, Dr. Fritz Schweiger und ERSTE-Chef Dr. Andreas Treichl

In Anwesenheit von ERSTE Generaldirektor Dr. Andreas Treichl, NÖ Heime-Abteilungsleiter Hofrat Dr. Otto Huber und dem Perchtoldsdorfer Bürgermeister LAbg. Dr. Martin Schuster präsentierte Schwedenstift-Direktorin Ulrike Götterer letzten Donnerstag den "Leobacher Fonds".

Hannes Leobacher war Vorstandsmitglied der ERSTE Group, ein Top-Banker und "wilder Hund", wie ihn sein Chef Andreas Treichl wörtlich bezeichnete. Der zweifache Familienvater hatte aber auch eine zutiefst menschliche Ader. Im Zuge eines Fortbildungsmoduls für Führungskräfte arbeitete er vier Wochen lang im Schwedenstift. Und erlebte hautnah das Schicksal der Schwerstbehinderten mit. "Die Kinder haben in ihm eine Saite zum Klingen gebracht, von der er selbst überrascht war", sagt seine Frau Ursula.

Leobacher Fonds zugunsten des Schwedenstifts
Im Oktober 2010 starb der Topbanker an Herzinfarkt. Er war erst 45. Ursula Leobacher bat alle Freunde, statt der Kränze Geld für das Schwedenstift zu spenden. 17.000 Euro kamen zusammen. Mit Hilfe der ERSTEN gründete sie dann den Leobacher Fonds zugunsten des Schwedenstifts. Das war sie ihrem Mann schuldig, so ihre feste Überzeugung. Mit dem Geld konnten die Kinder Urlaub machen, eine Gruppe fuhr sogar nach Bibione ans Meer. Inzwischen kam immer mehr Geld zusammen. So verzichtete etwa ein guter Freund, Dr. Fritz Schweiger, auf seine Geburtstagsgeschenke zum 50er und sammelte 10.000 Euro für das Kinderheim. Und jetzt, bei der Präsentation des Leobacher Fonds, erwiesen sich Dutzende Freunde von Hannes Leobacher ebenfalls als großzügige Spender.

Einzigartig in der Betreuung von Schwerstbehinderten
Im Landeskinderheim Perchtoldsdorf werden in drei Pflege- und Förderabteilungen und in einer Sozialpädagogischen Station schwerst-mehrfachbehinderte (Klein)Kinder und Jugendliche betreut. Der Name "Schwedenstift" erklärt sich aus der Geschichte des Hauses: Im Jahre 1921 wurde das "Kinderkrankenhaus des evangelischen Vereins Schwedenstift" aus Subventionen schwedischer BürgerInnen errichtet. Fünf Jahre später musste der Verein die Tätigkeit einstellen und das Land Niederösterreich übernahm die Institution. Heute ist das Schwedenstift eine, in Österreich einzigartige Einrichtung zur Betreuung von Schwerstbehinderten.