Aktuelles
Pflegeheime
Jugendheime
Kontakt

Krisenzentren "Die Brücken"

Symbolfoto Brücke - Hände

Eine Erfolgsgeschichte professioneller Zusammenarbeit

Die Brücken werden von uns als eigenständige Organisationseinheit gesehen und legen im Sinne einer „Lernenden Organisation“ auf Prozesse der Weiterentwicklung größtes Augenmerk.

Um stetige Optimierung anzustreben, werden sowohl Außenbewertungen als auch Selbstbewertungen durchgeführt. Von diesen Erfahrungen und Erkenntnissen ausgehend entwickeln und adaptieren wir das Gesamtkonzept und die Teilkonzepte laufend.

Die von der Abteilung Landeskrankenanstalten und Landesheime im Auftrag gegebene Evaluation 2010 der Landeskrisenzentren Allentsteig, Hinterbrühl und Hollabrunn verfolgte wie bereits im Vorjahr folgende Hauptzwecke:

  • Leistungsnachweis über die Arbeit der Einrichtung
  • Auswertung und Nutzbarmachung der Erfahrungen im Hinblick auf Verbesserungen
  • Weiterentwicklung der Qualität der Arbeit
  • Einbindung wesentlicher AkteurInnen in die Einschätzung der geleisteten Arbeit


Ähnlich wie im Jahr 2009 waren der weitaus größte Teil (64%) der Familien der aufgenommen Kinder und Jugendlichen dem Fachgebiet Jugend seit mehr als einem Jahr bekannt. 17 % der Aufnahmen sind erst kurz vor der Aufnahme in die Brücke (0-3 Monate) mit dem Fachgebiet Jugendwohlfahrt in Kontakt gekommen. Rund 60% aller Aufgenommenen hatten vor ihrem Aufenthalt in der Brücke ein früheres ambulantes Unterstützungsangebot; den weitaus größten Anteil dabei hat SPFIB mit 24% aller betroffenen Familien.

Aufnahmegrund ist in den meisten Fällen eine eskalierende Konfliktsituation bzw. Erziehungsüberforderung. In diesem Kontext ist die festgestellte Rückführung von rund 50 % aller aufgenommen Kinder und Jugendlichen in die Herkunftsfamilie überaus hoch, da ja die Krisenunterbringung am Ende einer langen Kette fachlicher Unterstützungsmaßnahmen seitens der Jugendwohlfahrt steht. Somit können auch lange und teure Heimaufenthalte vermieden werden.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Chancen einer gelingenden Rückführung - mit fortwährender Hintanhaltung der Gefährdung des Kindeswohls - in das Herkunftssystem beschränkt sind, da bei 60 % der Familien im Vorfeld bereits die Möglichkeit der ambulanten Maßnahmen als gelindestes Mittel ausgeschöpft worden sind.

Die hohe Rückführungsquote von rund 50 % aller aufgenommen Kinder und Jugendlichen in die Herkunftsfamilie, die hohe Nachfrage, die Akzeptanz, die hohe Qualität der Abklärungen und die sehr guten Rückmeldungen seitens unserer Systempartner (Bezirksverwaltungsbehörden – Fachgebiet Jugendwohlfahrt), bestätigen die Richtigkeit der Entscheidung, die Krisenzentren in Niederösterreich flächendeckend auszubauen.